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Skitouren-Bindungen · Testmagazin 2026

Techtalk mit Simon Weiler, Fritschi Swiss Bindings

Marketing · Heftseite 111

Tests, Reviews und Hintergründe zu Fritschi Swiss Bindings

Was ist die Kernphilosophie bei der Fritschi-Bindungsentwicklung?

Seit mehr als 60 Jahren steht Fritschi Swiss Bindings für technologische Innovationen im Skitourenbindungsmarkt. Unsere Philosophie ist es, performante, sichere und zugleich leichte Bindungen mit einer einfachen, intuitiven Bedienung zu entwickeln. Unsere Hightech-Qualitätsprodukte „Made in Switzerland“ basieren auf einer anderen patentierten Technologie als die der Mitbewerber. Kurze Wege ermöglichen es uns, unsere Bindungen im Haus zu entwickeln und direkt vor der Haustür zu testen. Das Feedback unserer langjährigen Partner, des Schweizer Bergführerverbands, der Bergschulen und unserer Athleten hilft uns, unsere Produkte stetig weiterzuentwickeln.

Wie balanciert Fritschi bei der Entwicklung der Bindungen die Aufstiegs- und Abfahrts-Anforderungen aus?

Fritschi stellt höchste Anforderungen. Die Pin-Tourenbindungen sollen der Abfahrtsperformance und dem Sicherheitsstandard einer Alpinbindung entsprechen und gleichzeitig einen einfachen, effizienten Aufstieg ermöglichen. Fritschi ist eine TÜV SÜD-zertifizierte Fertigungsstätte, in der jede einzelne Bindung während des Herstellungsprozesses dreimal auf die DIN-Werte gemäß Alpinbindungsstandard überprüft wird.

Fritschi setzt stark auf hochwertige Hightech-Kunststoffe, wo andere Hersteller auf gefrästes Alu vertrauen. Welche Hintergründe hat diese Strategie?

Wir setzen seit jeher auf Stahl, Aluminium und Composite-Werkstoffe. Dort, wo Bindungsbestandteile massiv und widerstandsfähig sein sollen, kommen geschmiedetes Aluminium und hochwertige Metalllegierungen zum Einsatz. Dort, wo das Material eine gewisse Torsion aufweisen, sich also mit dem Ski mitbewegen und nicht gegen ihn arbeiten soll, werden glas- und carbonfaserverstärkte Kunststoffe eingesetzt. Schöner Nebeneffekt dieser Kombination: Das Gewicht der Modelle bleibt bei hohem Performance- und Sicherheitsstandard gering.

Welche Komponenten einer Tourenbindung sind dem größten Verschleiß ausgesetzt, und wie sollten Fahrer die Bindung pflegen, um die Auslösewerte über Jahre konstant zu halten?

Das kommt ganz auf die Pflege durch den Besitzer an. Jede Bindung – unabhängig vom Hersteller – sollte, genau wie ein Ski, dessen Belag gereinigt, gewachst und dessen Kanten geschliffen werden, regelmäßig gepflegt werden. Bei einer Skitourenbindung bedeutet das, Vorderbacken und Ferse nach der Tour zu entspannen und nicht auf Einstieg zu belassen, damit die Federn nicht dauerhaft unter Spannung stehen und mit der Zeit ihre Spannkraft verlieren. Empfohlen werden zudem die regelmäßige Reinigung mit einem feuchten Lappen sowie das Fetten der beweglichen Teile.

In welchen Bereichen sieht Fritschi im Bereich der Bindungen zukünftig das größte Entwicklungspotential?

Fritschi ist bekannt für Innovationen. Als Erfinder der Diamir Titanal und der Diamir Freeride haben wir den Markt der damaligen Rahmenbindungen aufgewirbelt. Mit der Vipec 12 brachten wir die erste Pin-Bindung mit Seitwärtsauslösung im Vorderbacken auf den Markt. Die Tecton war die erste Hybridbindung und ist bis heute die leichteste ihrer Art. Es wird Neues kommen – ihr dürft gespannt sein!

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