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Skitouren-Helme & Brillen · Testmagazin 2026

Techtalk mit Awena Jouannic, Salomon

Product Line Manager Protective · Heftseite 135

Tests, Reviews und Hintergründe zu Salomon

Mit den Modellen MTN Lab und MTN Patrol bietet Salomon zwei leichte Helme, die die Sicherheitsnormen für alpines Skifahren, Bergsteigen und Radfahren erfüllen. Was zeichnet die Helme aus?

Mit ihrer Multi-Norm-Zertifizierung und dem geringen Gewicht stehen MTN Lab und MTN Patrol für maximale Vielseitigkeit. Beide Helme eignen sich zum Skifahren, Bergsteigen und Radfahren und bieten Athleten sowie Bergprofis eine zuverlässige All-in-One-Lösung. Der wichtigste Unterschied liegt in den speziell entwickelten Farbvarianten des MTN Patrol. Sie erhöhen die Sichtbarkeit von Bergprofis und sorgen für noch mehr Sicherheit im Gelände.

Wo liegen bei der Schalenkonstruktion die größten Hürden, um die strengen Normen für Ski, Bike und Klettern zu erfüllen und den Helm dennoch federleicht zu halten?

Einen Helm zu entwickeln, der die Sicherheitsanforderungen von drei Sportarten erfüllt, bedeutet, unterschiedliche Anforderungen in Einklang zu bringen. Für Ski und Bike fordern die Normen eine größere Abdeckung im Schläfen- und Hinterkopfbereich, was zusätzliches Material erfordert. Die Ski-Zertifizierung umfasst zudem einen Durchdringungstest, weshalb Belüftungsöffnungen kleiner und verstärkt ausgeführt werden müssen. Beim Klettern muss der Helm Aufprallkräften durch herabfallende Steine oder Eis standhalten. Dafür ist im oberen Kopfbereich mehr Materialstärke nötig. Um dennoch ein geringes Gewicht zu erreichen, setzt Salomon auf eine In-Mold-Konstruktion, eine optimierte Helmgeometrie sowie leichte Textilien und Verstellsysteme. Ergänzt wird dies durch die patentierte EPS4D-Technologie, die hohen Schutz bei geringem Gewicht ermöglicht.

Wie funktioniert die patentierte EPS4D-Dämpfung physikalisch bei einem Sturz, und wie absorbiert sie schräge Aufprallkräfte besser als Standard-Schaum?

EPS4D ist Salomons patentierte Technologie zur Aufprallabsorption. Die EPS-Struktur ist so aufgebaut, dass unabhängige Dämpfungszonen entstehen, die die Aufprallenergie optimal aufnehmen. Bei einem Aufprall verformen sich diese Bereiche gezielt und unabhängig voneinander, wodurch die auf den Kopf wirkenden Kräfte reduziert werden. Diese kontrollierte Deformation ist besonders bei direkten Einschlägen mit hoher Geschwindigkeit effektiv und ermöglicht ein hohes Schutzniveau bei gleichzeitig geringem Gewicht.

Wie löst das Belüftungskonzept den klimatischen Konflikt zwischen schweißtreibendem Aufstieg und eiskalter Abfahrt?

Die Konstruktion der Helme ist darauf ausgelegt, unter den unterschiedlichsten Bedingungen am Berg zu funktionieren. Während des Aufstiegs sorgen großzügig dimensionierte Lufteinlässe und optimierte Belüftungskanäle für eine effektive Ventilation und unterstützen die Thermoregulierung. Für die Abfahrt können Nutzer zwischen einer Sommer- und Winterausstattung wählen, wodurch sich Wärmeleistung und Komfort gezielt an Einsatzbereich und Witterung anpassen lassen.

Wie sieht das Testprotokoll bei Salomon aus, um die Praxistauglichkeit der Helme – etwa im Zusammenspiel mit Stirnlampen und Skibrillen – im Vorfeld zu garantieren?

Während des Entwicklungsprozesses führt Salomon umfangreiche Passformtests mit einer großen Gruppe an Testpersonen durch. Diese beginnen bereits bei den ersten Prototypen und begleiten die Entwicklung bis zum Serienprodukt. Zusätzlich werden die Helme Haltbarkeitstests unterzogen, um die Robustheit der Stirnlampenbefestigung zu prüfen. Die Kompatibilität wird mit gängigen Skibrillen und Stirnlampen getestet. Vor Markteinführung testen Bergführer und Mitglieder der Bergrettung die Helme über eine komplette Wintersaison unter realen Bedingungen. Ihr Feedback fließt direkt in die finale Produktbewertung ein und hilft dabei, Performance, Komfort und Funktionalität vor dem Verkaufsstart zu validieren.

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