BACKLINE Magazin
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Skitouren-Rucksäcke · Testmagazin 2025

Techtalk mit Tobias Baier, EVOC

Head of Sales und Marketing · Heftseite 45

Wer ist Tobias Baier? Head of Sales und Marketing bei EVOC

Tobias Baier ist Head of Sales und Marketing bei EVOC und verantwortet die strategische Ausrichtung der Marke in diesen Bereichen. Zum Zeitpunkt des BACKLINE-Testmagazins 2025 arbeitet er seit vier Jahren für das Unternehmen. Als leidenschaftlicher Mountainbiker und Tourengeher bringt er eigene Praxiserfahrungen in die Produktentwicklung ein. Er fährt seit seiner Kindheit Ski, seit seinem 14. Lebensjahr Snowboard und nahm 2022 erfolgreich an der PDG teil.

Im Interview über Skitouren-Rucksäcke betont Baier den Tragekomfort als Zusammenspiel von Rucksackgewicht und Passform des Tragesystems. Gewichtsersparnis dürfe nicht zulasten des Komforts gehen. Als Beispiel nennt er den SUMMIT mit 20 oder 30 Litern Volumen und einem Eigengewicht deutlich unter einem Kilogramm. Zu dessen Ausstattung gehören ein Steigeisen- beziehungsweise Fellfach mit Schnellzugriff, ein separates Fach für Lawinennotfallausrüstung und westenähnliche Schultergurte.

Für das Winter-Sortiment 2025/26 beschreibt Baier außerdem den LINE PRO mit Rückenprotektor und den LINE R.A.S. mit Lawinenairbag-System. Separate Notfallausrüstungsfächer und eine kompakte Notfallanleitung gehören laut ihm zur Standardausstattung aller EVOC-Tourenrucksäcke. Bei künftigen Produkten setzt EVOC auf Leichtigkeit, Robustheit und Langlebigkeit. Baier sieht sowohl spezialisierte Rennrucksäcke als auch vielseitige alpine Allround-Rucksäcke als Entwicklungen im Markt.

Worauf fokussiert sich EVOC bei Skitouren-Rucksäcke?

EVOC ist für die umfangreichen und durchdachten Detaillösungen an Rucksäcken und Reisetaschen bekannt. Nach wie vor liegt unser Fokus auf cleveren Lösungen, die die Nutzung des Skitourenrucksacks einfach und unkompliziert machen. Ein wichtiger Aspekt – für mich sogar der wichtigste – ist der Tragekomfort und damit das Zusammenspiel aus Rucksackgewicht und Passform des Tragesystems.

Welche Innovationen oder neuen Technologien fließen aktuell in eure Skitouren-Produktlinie ein – und wie profitieren Tourengeher konkret davon?

Die Idee des Rucksacks mit integriertem Rückenprotektor zum Freeriden wurde vor über 20 Jahren von Holger Feist (Mitbegründer und Inhaber von EVOC) geboren, nachdem er sich bei einem Lawinenunfall eine Wirbelsäulenverletzung zugezogen hatte. Dieses Produkt wurde dann auch eines der ersten EVOC-Produkte. Daher sind Innovation und Technologieentwicklung von Beginn an fest in der EVOC-DNA (EVO lutionary C oncepts) verankert. Das Forschen und Testen neuer Materialien und Technologien – auch in der Praxis – ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Der kontinuierliche Austausch mit Technologieanbietern wie etwa Lawinenairbag-Herstellern ist dabei genauso essenziell wie die „Experimente“ in unserem hauseigenen R&D Lab, wo wir unter anderem eine eigene Falltest-Anlage betreiben, um beispielsweise unsere Protektorentechnologie weiterzuentwickeln. Die neueste Generation unserer Touring-Rucksäcke besticht vor allem durch Leichtigkeit, gepaart mit sehr gutem Tragekomfort. Dabei geht es weniger um die Integration von Technologiepartnern, sondern vielmehr darum, das Optimum an verwendeten Materialien und Bauteilen zu erreichen.

Sicherheit ist im Gelände zentral: Welche Features integriert EVOC, um den Schutz von Wintersportlern aktiv zu verbessern?

Im aktuellen EVOC-Winter-25/26-Sortiment bieten wir verschiedene Rucksackmodelle mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Neben dem leichten Tourenrucksack SUMMIT gibt es die LINE-Familie, die wir in der PRO-Version mit einem Rückenprotektor ausstatten und in einer weiteren Variante mit dem bekannten Lawinenairbag-System R.A.S. anbieten – dem LINE R.A.S. In all unseren Tourenrucksäcken finden sich standardmäßig separate Fächer für die Notfallausrüstung sowie eine kompakte Notfallanleitung.

Wie geht EVOC mit der Balance zwischen Gewicht, Funktionalität und Robustheit bei Tourenrucksäcken um?

Besonders beim Tourengehen ist das Gewicht ein entscheidendes Kriterium. Allerdings darf nicht zulasten des Tragekomforts an relevanten Bauteilen wie dem Tragesystem gespart werden. Gerade bei langen Unternehmungen kann ein unbequemer Rucksack zur Qual werden und den Tourengenuss deutlich trüben. Unser neuestes Mitglied bei den Tourenrucksäcken – der SUMMIT (20 und 30 Liter) – erreicht diese Kombination mit Bravour. Auf den ersten Blick wirkt der Rucksack sehr leicht (deutlich unter einem Kilogramm Eigengewicht) und die Rückenplatte fast schon zu dünn und flexibel, doch genau diese Balance sorgt für das direkte und gleichzeitig komfortable Tragegefühl, das Sportler:innen beim Tourengehen brauchen. Die notwendigen Features wie ein Steigeisen-/Fellfach mit Schnellzugriff im unteren Bodenbereich, ein abgetrenntes Fach im Innenraum für die Lawinennotfallausrüstung und die etwas breiteren, westenähnlichen Schultergurte mit integrierter Netztasche für Riegel, Gels oder auch kompakte Handys runden das Gesamtpaket ab. Natürlich lassen sich die Ski sowohl diagonal als auch im A-Frame-System am Rucksack fixieren.

Wo seht ihr die Zukunft von Skitouren-Rucksäcken – welchen Fokus setzt ihr bei zukünftigen Produkten?

Wir sehen bei den Skitourenrucksäcken zwei verschiedene Entwicklungen. Zum einen gibt es immer speziellere Produkte für explizite Einsatzzwecke, z. B. Skitourenrennen – superleicht und minimalistisch. Zum anderen werden Skitourenrucksäcke aber auch immer häufiger als Allround-Rucksäcke im alpinen Bereich eingesetzt, da die Anforderungen ans Produkt hier recht ähnlich sind. Unser Fokus liegt klar auf dem Thema Leichtigkeit bei gleichzeitiger Robustheit und Langlebigkeit unserer Produkte.

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