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Pakistan · Karakorum

Against All Odds

Ausgabe 2024 · Text: Marta Sobczyszyn · Fotos: Mueez ud Din · 3 min Lesezeit

Against All Odds

Das Hunza-Tal im Norden Pakistans bietet eine atemberaubende Landschaft und eine facettenreiche Kultur. Es liegt in der Region Gilgit-Baltistan, etwa 100 Kilometer von Gilgit entfernt. Das Tal wird vom Hunza-Fluss durchquert und ist von einigen der höchsten Berge der Welt umgeben, darunter der …

Das Hunza-Tal im Norden Pakistans bietet eine atemberaubende Landschaft und eine facettenreiche Kultur. Es liegt in der Region Gilgit-Baltistan, etwa 100 Kilometer von Gilgit entfernt. Das Tal wird vom Hunza-Fluss durchquert und ist von einigen der höchsten Berge der Welt umgeben, darunter der Rakaposhi (7.788 Meter), der Ultar Sar (7.388 Meter) und der Diran Peak (7.266 Meter). Abseits des Massentourismus ist das Tal ein Paradies für Abenteurer. In diese beeindruckende Kulisse begeben sich die Salewa-Athleten Yannick Boissenot und Arnaud Cottet: Die Idee, die Region auf Skiern zu erkunden, hatte Yannick zusammen mit seinem Freund und Bergführer Julien „Pica“ Herry, einem Experten für das Hunza-Tal.

Pica gründete vor einigen Jahren die NGO „Zom Connection“ zur Förderung des Bergsports in Pakistan. Gemeinsam mit Arnaud Cottet und Yannik Boissenot, Kameramann Alexis Vernis und einem pakistanischen Team, startet das Abenteuer. Das Ziel: Ein Tourenerlebnis in den Bergen Pakistans erleben und gleichzeitig die neue Skitourenkollektion von Salewa testen.

Fahrt auf dem 1.284 Kilometer langen Karakorum Highway ist ein Erlebnis für sich: Die Straße führt durch landschaftlich und kulturell unterschiedlichste Gebiete entlang der Gebirge Pamir, Karakorum, Himalaya und teilweise Hindukusch und bietet eindrucksvolle Ausblicke. Nach über 20 Stunden auf der Straße erreichen sie endlich das grüne Hunza Valley.

Mit dabei haben sie bewusst nur das Nötigste: Skitourenausrüstung, Kamera-Equipment und ein paar unverzichtbare Kleinigkeiten. All das nehmen sie mit ins Akklimatisierungscamp, ein kleines Dorf im Hopper-Tal, wenige Stunden von Karimabad entfernt. Die ersten Tage erkunden sie die sanften Hänge rund um das Basislager. Doch die Schneesituation erweist sich als gefährlich, die ursprünglich geplanten Linien sind nicht befahrbar. Das Alternativprogramm variiert zwischen Skipisten, Snowpark und Lawinenkursen.

Zurück in Karimabad geht es um das Hauptziel der Reise: Skifahren auf Couloirs in einem abgelegenen Tal in Khunjerab, einem Nationalpark nahe der chinesischen Grenze. Dafür braucht es eine spezielle Sondergenehmigung, und die Athleten

müssen Träger anheuern. Das pakistanische Team unterstützt sie tatkräftig: Mueez ud Din, ein junger Bergführer und Fotograf, Javed Ali, ein erfahrener Bergführer, Ozair Khan, Kameramann und Infl uencer, Ali Hasnain, Snowboarder, und Hamza Masood, der Koordinator des Zom-Projekts. Javed sucht Träger für die Tour, stößt aber auf unerwartete Probleme: In Abwesenheit des Dorfchefs verlangen die Träger plötzlich das Doppelte des vereinbarten Preises. Den Athleten bleibt nichts anderes übrig, als umzukehren und einen Plan B auszuarbeiten.

Erkundungstag erreicht die Gruppe einen vielversprechenden Hang am Rakaposhi. In der Dunkelheit brechen Yannick und Pica auf, um den 5.000 Meter hohen Gipfel in Angriff zu neh- men. Am Morgen haben sie das Glück, eine schöne Linie bei optimalen Bedingungen zu fi nden. Nach mehr als zwei Wochen Reise können sie endlich einen Hang bezwingen. Die ganze Gruppe genießt die letzte, epische Abfahrt ins Basislager – ein unvergesslicher Moment.

Das Team beschließt, das Basislager nördlich des Rakaposhi anzusteuern. Unter den mächtigen Hängen dieses 7.788 Meter hohen Riesen liegen einige befahrbare Wände. Nach einem

Nach dieser erfolgreichen Tour bleibt noch etwas Zeit, denn trotz steigender Temperaturen bleibt das Wetter stabil. Die Gruppe wählt das Naltar-Tal als letztes Basislager. Ziel ist es, Couloirs zwischen 4.000 und 5.000 Metern Höhe zu fahren.

Nach einem Erkundungstag versuchen Yannick und Pica ihr Glück in einem der Couloirs. Doch die hohen Temperaturen haben die Hänge in riesige Kartoffeläcker verwandelt. Ein Befahren ist unmöglich.

Die Gruppe kehrt schließlich nach Karimabad zurück. Yannick und Arnaud bleiben noch ein paar Tage länger, um die mit- gebrachten Salewa-Produkte zu spenden, die warmherzige Gastfreundschaft von Javed und Mueez zu genießen und die letzten Interviews für Yannicks Film abzuschließen.

Against All Odds
© Mueez ud Din
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© Mueez ud Din
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© Mueez ud Din
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© Mueez ud Din

Fahrer: Yannick Boissenot, Arnaud Cottet, Julien „Pica“ Herry

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